frühlingsflirren II, 2003

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Bildergeschichte zu frühlingsflirren II, 2003

Frühlingsflirren II

Auf der Suche nach seltenen Blumen hat sich Persephone von ihren Gespielinnen entfernt. Sie sieht eine Narzisse, bückt sich. Ein Spalt im Boden, fahl aufschiessendes Licht, drei schwarze Pferde, der Kutscher umschliesst mit abgewandtem Gesicht ihre Taille und verschwindet mit der Schreienden im Dunkeln der Erde.

Sieben Nächte sausen sie in die Tiefe. In der achten überqueren sie einen reissenden Strom. In der neunten sind sie am Ziel. Der dreiköpfige Höllenhund, die Rachegeister, die Totenrichter verneigen sich vor ihr.

Persephone sitzt auf ihrem Thron. Gattin des Hades und Königin über das Schattenreich. In Gedanken versunken, blickt sie zurück, da fällt eine Träne auf ihren mit Blumen reich bestickten Mantelsaum. Vom Salzwasser benetzt, beginnen die Blumen zu wachsen. durch offene Ritzen schweben sie hinauf, legen sich flach auf den feuchten Humus und warten im schützenden Mantel der Nacht. Dann ein fabelhafter Sprung – ihre Anführerin segelt in den Azur des Morgens. Schon sind alle hinter ihr her. Zehntausend goldene Sonnen leuchten am Horizont, wiegen sich, fliegen über die flirrenden Gräser.

Persephone schaut ihnen nach. Dann verschliesst sich die Unterwelt wieder für ein Jahr.

Text: © Balthasar Kübler zu Bildreich Postkarte 045 Frühlingsflirren
Fünfter Bildreichgruss, Juni 2004

(Quelle: Bildreichgruss)

Zusätzliche Information

Farbe

gelb

Farbe 2

blau

Sättigung

transparent

Bildton

hell